Das
Kommunikationsverhalten ist einem ständigen Wandel unterworfen und
es gilt, solche Veränderungen aktiv wahrzunehmen,
auf ihre individuelle Tauglichkeit zu prüfen und
fallweise in den Kommunikationsmix einzubinden.
Allerdings gibt es zahlreiche «Experten», die vorzu neue «Trends»
und «Megatrends» erspähen, diese mantramässig hochloben
und sie als garantierte Umsatzbomben anpreisen. Insbesondere Marketing-Professoren,
Institutsvorsitzende und Werbe-Vermarkter mit Partikulärinteressen
erliegen diesem rituellen Verhalten immer wieder. Dass deren «Erkenntnisse»
mit überraschender Regelmässigkeit als Rohrkrepierer in die Geschichte
eingehen, wird von Tätern wie Opfern immer wieder galant ausgeblendet.
Zurzeit sind Soziale Netzwerke gerade in Mode,
wahlweise also «Trend» oder «Megatrend». Und es gibt kaum mehr Veranstaltungen,
bei denen nicht eine «Keynote» zu diesem Thema auf dem Programm
steht.
Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter & Co.
machen für gewisse Unternehmen sowie für Einzelpersonen im öffentlichen
Leben tatsächlich Sinn. Aber sie sind weder Trend noch Megatrend,
sondern lediglich ein möglicher Kommunikationskanal.
Zur Erinnerung: wer redet heute noch von «Second Life» und welches
kommerzielle Unternehmen «bloggt» noch? Dabei ist es noch gar nicht
lange her, dass gerade diese Instrumente über Sein oder Nichtmehrsein
von Unternehmen hätten entscheiden sollen. Zahlreiche Firmen sind
den Empfehlungen gewisser «Experten» gefolgt und haben auf solchen
digitalen Spielwiesen exorbitante Frankenbeträge
in den Sand gesetzt.
Aus solchen Fehlern sollte man eigentlich lernen. |